Home / The Edit Projekte Licht, das das Ritual des Kaffees begleitet Das neue Lokal von Hidden Coffee Roasters in Barcelona, entworfen von Studio Animal, rückt den Kaffee in den Mittelpunkt und setzt die Kollektion Array ein, um jeden Moment des Tages mit einer präzisen und ruhigen Beleuchtung zu begleiten.Beim Betreten von Hidden Sant Gervasi richtet sich der Blick beinahe unwillkürlich auf eine zylindrische Insel aus Edelstahl. Es gibt keine Theke, die Distanz schafft. Der Kaffee wird gemahlen, gewogen und vor den Augen der Gäste zubereitet. Alles geschieht genau hier, ohne Trennung. Die Zubereitung tritt aus dem Verborgenen, sodass eine so alltägliche Geste wie das Bestellen einer Tasse sich anders und deutlich unmittelbarer anfühlt. Das ist kein Zufall. Dieses vierte Lokal von Hidden Coffee Roasters in Barcelona, in der Travessera de Gràcia 101, folgt auf einen Pionierweg, der 2015 begann, als Spezialitätenkaffee für viele noch ein wenig vertrautes Konzept war. Von Anfang an setzte die Marke nicht nur darauf, ihn einem breiteren Publikum näherzubringen, sondern auch auf Herkunft, Rückverfolgbarkeit und eigene Röstung – und vertrat eine direkte und transparente Beziehung zwischen Barista, Gast und Produkt. Statt den Konsum zu beschleunigen, entschied sie sich dafür, jeden Schritt sorgfältig zu begleiten – von der Bohne bis zur Tasse. Diese Eröffnung bündelt mehr als jede zuvor den Weg, den das Unternehmen über mehr als ein Jahrzehnt gegangen ist. Bei Hidden erklärt man: „Für uns ist es ein Wendepunkt. Es geht nicht nur darum, ein neues Lokal zu eröffnen, sondern zu bekräftigen, wer wir heute sind. Nach Jahren des Wachstums in der Branche wollten wir etwas schaffen, das aus Erfahrung spricht, aus dem Lernen und aus dem Anspruch heraus, weiterhin Mehrwert zu bieten.“ Unmittelbar beim Eintreten wird diese Intention spürbar. Der Architekt Javi Iniesta und sein Team von Studio Animal – in Zusammenarbeit mit Hidden – sind verantwortlich für eine Innenarchitektur, die auf Überflüssiges verzichtet und dem Kaffee und seiner Zubereitung die Hauptrolle zurückgibt. Im Lokal vereint die zentrale Insel die Abläufe und organisiert das Ensemble um sich herum – mit kurzen Wegen und einem Service, der sich fließend bewegt. Wer nähertritt, kann beobachten, eine Frage stellen oder einfach ohne Eile warten. Die Szenerie wirkt offener, beinahe häuslich, als würde der Ort dazu einladen zu verweilen, statt nur vorbeizugehen. Auch die Materialwahl folgt dieser Logik. Das karbonisierte Holz, inspiriert von den Nuancen der Röstung, verleiht dem Raum Wärme und Charakter; Stahl und Glas setzen einen präzisen, kühlen Kontrapunkt. Ohne sich aufzudrängen, alles hat seinen Platz; nichts konkurriert, nichts lenkt ab. Jedes Element erfüllt eine klare Funktion und begleitet die Tätigkeit des Lokals – die Zubereitung des Kaffees – mit bewusster Zurückhaltung. Das gilt auch für das Licht. Eine Pendelleuchte aus der von Umut Yamac entworfenen Kollektion Array schwebt über der Insel und entfaltet eine leichte, skulpturale Präsenz. Feine Aluminiumringe und mehrere Schichten gespannter Fäden zeichnen ein ätherisches Volumen. Dieses wirkt als optischer Filter und lenkt das Licht gezielt in zwei Richtungen: Nach unten erhellt es die Hände der Baristas und jede Bewegung der Zubereitung. Nach oben wird das Licht sanft reflektiert und als weiche, indirekte Komponente in den Raum zurückgeführt – bis zu den Tischen und Wartebereichen. So entsteht eine gleichmäßige Helligkeit, die Blendung und harte Schatten vermeidet und die Atmosphäre kontinuierlich umhüllt, abgeschirmt vom Lärm der Stadt. In der Ausführung Terra Red bringt das Leuchtenobjekt einen erdigen Farbton ein, der mit dem karbonisierten Holz in Dialog tritt und den Stahl nuanciert und sich harmonisch in die Innenraum-Palette einfügt. Mehr als ein bloßes Objekt zu sein, wirkt es als ruhiger Bezugspunkt, der das Gesamtbild ordnet und den Rhythmus des Tages begleitet. Von den frühen Morgenstunden, wenn die Bestellungen nahtlos aufeinander folgen, über die verlängerten Mittagsgespräche bis hin zu den ruhigeren Stunden am Nachmittag ermöglicht Array zu arbeiten, sich auszutauschen oder einfach vom Alltag abzuschalten. Bei Hidden formuliert es man schlicht: „Obwohl es sich um ein zentrales Element handelt, hat es uns geholfen, den Raum wärmer und ausgewogener wirken zu lassen. Genau das war unser Ziel.“ Am Ende lässt sich alles auf etwas sehr Einfaches reduzieren: die Bohne, die gemahlen wird; das Wasser, das fließt; die Hände, die die Tasse reichen. Das Licht sucht nicht die Hauptrolle, und doch ist es präsent und trägt jeden Moment mit diskreter Selbstverständlichkeit. Hidden Sant Gervasi zeigt, dass – wenn Design und Beleuchtung das Alltägliche unterstützen – selbst eine so einfache Geste wie eine Kaffeepause zu einem kleinen Ritual werden kann, zu dem man gerne zurückkehrt: ein Ort, um für einige Minuten zu verweilen, den Blick schweifen zu lassen und dem Kaffee den Takt zu überlassen. Credits: – Architektur und Innenarchitektur von Javi Iniesta, Studio Animal, in Zusammenarbeit mit dem Team von Hidden Coffee Roasters. – Fotografie vom Team von Hidden Coffee Roasters. Entdecke Array Teilen Facebook Twitter Linkedin Pinterest Pinterest Das könnte Sie auch interessieren Projekte Array definiert das sensorische Erlebnis im Londoner Restaurant Claro neu Projekte Les Clarisses Boutique Hotel: beruhigende Atmosphären mit Array und Flamingo Projekte Wenn Licht auf Geschmack trifft: Plusminus und Skan im Chica Cheesecake Café